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Gewaltfreie Erziehung nur für die Hälfte der Österreicher/Innen ideale Erziehungsform

Das Österreichische Gallup Institut hat im Auftrag von die möwe – Kinderschutzzentren bereits zum vierten Mal eine repräsentative Befragung zu Gewalt an Kindern in der österreichischen Bevölkerung durchgeführt (Gallup Omnibus/CAPI, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung 14+, n=1.000, 27. Oktober bis 16. November 2020). Analysiert wurden auch die Auswirkungen der Covid 19-Pandemie auf die häusliche Gewalt gegen Kinder.

Die Ergebnisse zeigen, dass Gewalt noch immer primär mit körperlicher Gewaltanwendung in Verbindung gebracht wird. Psychische Gewalt, wie das Anschweigen von Kindern oder das Lächerlich-Machen vor Freunden wird deutlich seltener als gewalttätig erkannt. Eine gewaltfreie Erziehung ist nur für etwas mehr als die Hälfte der Befragten eindeutig die ideale Erziehungsform.

Die aktuellen Rahmenbedingungen haben aus Sicht der Befragten einen deutlichen Einfluss auf die Gewalterfahrungen. Zwei Drittel gehen von einem höheren Ausmaß häuslicher Gewalt aus, knapp 60 % sind der Ansicht, dass psychische und körperliche Gewalt gegen Kinder als Folge der Covid 19- Pandemie häufiger vorkommen, rund ein Drittel sehen auch eine Zunahme bei sexueller Gewalt bzw. Vernachlässigung.

57 % der Befragten sind der Meinung, dass sich die Politik verstärkt um die Anliegen der Kinder zu deren Schutz und Wohl kümmern soll. 13 % sehen bei der Politik eine Vernachlässigung des Themas, 28 % sind mit dem Engagement der Politik zufrieden.

® Foto Pixabay